
REINIGUNGSMITTEL
Reinigungsmittel
Dr. Konrad Giersdorf leitete den Produkttest Kraftreiniger bei Stiftung Warentest und fand heraus, dass es auch ohne Powerreiniger geht. Allerdings müssen die Allzweckreiniger dann länger wirken und es muss häufiger darüber gewischt werden.
Gefährliche Produkte verniedlicht
Mehr als kritisch steht Dr. Giersdorf den allgemein verharmlosenden Werbeauftritten der Kraftreiniger gegenüber. "Viele Produkte werden als völlig harmlos dargestellt. Eltern bekämen so eine falsche Vorstellung davon, wie mit Produkten umzugehen ist. "Zum Beispiel", so Giersdorf, "müssen bei der Verwendung von Aktiv-Kalklösern unbedingt Handschuhe getragen werden, da die Säure die Haut verätzt, es ist gar nicht auszudenken, was das Mittel an empfindlicher Kinderhaut anrichtet", sagt der Produkttester.
Kinderhände "knacken" Produktverschlüsse.
"In Kinderhänden sind Kraftreiniger gefährlich", sagt Dr. Giersdorf und bemängelt, dass "noch viel Nachholbedarf bei der Sicherung der Produkte nötig ist." Derzeit sind die meisten Kraftreinigerverschlüsse auch für Kleinkinder zu "knacken". Fazit Dr. Giersdorf: "Im Haushalt sollten grundsätzlich nur sanfte Allzweckreiniger aufgehoben werden. Die chemischen Keulen, gehören unbedingt weggesperrt – am besten im Keller – und sollten nur dann hervorgeholt werden, wenn es nicht anders geht." Mehr von der Stiftung Warentest zum Thema Hausputz (http://www.test.de)
"Nein" zur Desinfektion
Das Bundesinstitut für Verbraucherschutz kommt zu dem Schluss, dass Reinigungsmittel mit desinfizierender Wirkung im Haushalt überflüssig sind. Die geringe Einwirkzeit der Chemikalien reicht für eine effektive Desinfektion nicht aus. Sie beseitigen daher weniger Keime als Allzweckreiniger und können der Gesundheit schaden.
Das kindliche Immunsystem muss üben
Für Kinder ist eine keimfreie Umgebung ohnehin alles andere als gesund. Nur im Kontakt mit Bakterien kann sich das kindliche Immunsystem stärken und ausbilden. Nur beim Baby sind Hygiene und Keimfreiheit erforderlich, allerdings ohne Chemie: Das Verdauungssystem der Babys ist noch sehr empfindlich, und chemische Mittel können unabsehbaren Schaden anrichten. Spezielle Geräte wie Vaporisatoren, die Keime mit heißem Dampf abtöten, oder das Auskochen von Babyspielzeug und Fläschchen ist harmlos und effizient. Leider überstehen nicht alle Kunststoffprodukte diese Prozedur. Ab einem Alter von 6 Monaten können die Babysachen auch im Geschirrspüler gereinigt werden.