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Eisspaziergang
Zugefrorene Gewässer sind tückisch
14.01.10 - Die herrlich verschneite Winterlandschaft lädt zu Erkundungen auf zugefrorenen Gewässern ein. Allerdings sollten Spaziergänger und Schlittschuhläufer dabei vorsichtig sein und auf jeden Fall die örtlichen Warnhinweise ernst nehmen. Das rät auch der Deutsche Feuerwehrverband (DFV): „Trotz der Minusgrade sind viele Eisflächen noch zu dünn; es droht Einbruchgefahr“, erklärt DFV-Vizepräsident Dr. h. c. Ralf Ackermann. „Betreten Sie nur Flächen, die freigegeben wurden!“
Für ein sicheres Vergnügen auf dem Eis empfehlen die deutschen Versicherer folgende Verhaltensregeln:
- Erkundigen Sie sich vor einem Ausflug auf Schlittschuhen bei der Gemeindeverwaltung nach der Eisdicke. Diese sollte mindestens 15cm auf der gesamten Fläche betragen. An Flussmündungen, in Ufernähe oder unter Brücken ist höchste Vorsicht geboten!
- Warnen Sie Ihre Kinder, zugefrorene Gewässer niemals allein, an einsamen Stellen oder bei Dunkelheit zu betreten!
- Knackt und knistert es beim Betreten der Eisfläche, droht es zu brechen. Am besten ist es dann, sich sofort auf das Eis zu legen und zum Ufer zurück zu robben – so ist das Körpergewicht auf eine größere Fläche verteilt.
- Sofort und in jedem Fall muss der Rettungsdienst (Notruf 112) verständigt werden. Dann umgehend mit Rettungsmaßnahmen beginnen. Bitten Sie andere Passanten um Mithilfe!
- Nicht aufrecht, sondern robbend zum Eingebrochenen bewegen. Das Opfer sollte nicht mit den Händen aus dem Wasser gezogen werden, sondern beispielsweise mit einem Ast, einer Leiter oder einem festen Kleidungsstück.
- Nicht tauchen! Nach dem Eingebrochenen zu tauchen, ist nur etwas für ausgebildete und entsprechend ausgerüstete (Rettungs-) Taucher.
- Nach der Bergung in einem warmen Raum, mit Decken oder trockener Kleidung langsam aufwärmen. Beine und Arme flach in gleicher Höhe des Körpers halten!